Eine gute Vorlage spart Zeit, sorgt für Konsistenz und senkt die Hemmschwelle beim Einstieg in die Genogrammarbeit. Ob Kleinfamilie, Patchwork oder Drei-Generationen-Struktur – wer mit einer passenden Vorlage startet, kann sich im Gespräch auf das Wesentliche konzentrieren: die Familie und ihre Geschichte.

Leere Vorlage für ein Drei-Generationen-Genogramm mit Platzhaltern
Leere Vorlage — Platzhalter für drei Generationen.

Was ist eine Genogramm-Vorlage?

Eine Genogramm-Vorlage ist ein vorgefertigtes Familiengerüst mit den wichtigsten Symbolen und Beziehungslinien, das als Ausgangspunkt für ein neues Genogramm dient. Vorlagen definieren die grundlegende Familienstruktur – wie viele Generationen, welche Beziehungstypen, welche Standardfelder – ohne konkrete Personen oder Inhalte festzuschreiben.

Vorlagen unterscheiden sich von fertigen Beispielen: Ein Beispiel zeigt eine vollständige, ausgefüllte Familienkonstellation. Eine Vorlage ist das leere Gerüst dahinter – bereit, mit den konkreten Daten einer realen Familie gefüllt zu werden.

Teilausgefülltes Genogramm — Eltern und Index stehen, Großeltern fehlen
Teilausgefüllt — Eltern und Index eingetragen, Großeltern als Nächstes.

Die integrierten Vorlagen in GenoEasy

GenoEasy enthält sechs fertige Vorlagen, die die häufigsten Ausgangssituationen in Therapie und Beratung abdecken:

Custom-Vorlage mit Schwangerschaft, Fehlgeburt, Adoption und Pflege-Symbolen
Custom-Vorlage — mit Spezialsymbolen für Schwangerschaft, Verluste, Adoption.
👤
Leeres Genogramm Leere Leinwand für freie Gestaltung
👪
Einzelperson Eine Person als Ausgangspunkt
👨‍👩‍👦‍👧
Kleinfamilie Elternpaar mit zwei Kindern
🏠
Drei Generationen Großeltern, Eltern, Kinder
📷
Patchwork-Familie Zwei Elternteile mit Kindern aus früheren Beziehungen
Alleinerziehend Ein Elternteil mit Kindern

Eigene Vorlagen erstellen – Schritt für Schritt

Jede Praxis hat eigene Schwerpunkte. Mit GenoEasy können Sie eigene Vorlagen erstellen, die auf Ihre häufigsten Klient:innen-Situationen zugeschnitten sind:

  • Starten Sie mit einer passenden Basisvorlage – zum Beispiel „Drei Generationen" als Ausgangspunkt für Ihre systemische Arbeit.
  • Fügen Sie praxistypische Elemente hinzu – externe Institutionen (Schule, Jugendamt), häufige Beziehungstypen oder Standardfelder für Erkrankungen.
  • Speichern Sie das Ergebnis als .geno-Datei – diese Datei ist Ihre persönliche Vorlage. Öffnen Sie sie für jede:n neue:n Klient:in, speichern Sie sofort unter neuem Namen.
  • Verfeinern Sie die Vorlage nach jeder Sitzung – welche Elemente fehlen regelmäßig? Was ist überflüssig? Eine gute Vorlage wächst mit der Erfahrung.
Praxistipp: Legen Sie sich mindestens zwei Vorlagen an – eine für Erstgespräche (einfache Struktur, wenige Felder) und eine für Verlaufsdokumentation (detaillierter, mit Zeitachse und Notizfeldern). Das spart in der Praxis erheblich Zeit.

Tipps für effektive Genogramm-Vorlagen

Eine gute Vorlage ist weder zu leer noch zu voll. Zu wenig Struktur bedeutet, dass man im Gespräch zu viel Zeit mit dem Aufbau verbringt. Zu viel Vorstrukturierung kann dagegen den Blick auf das Individuelle verstellen. Die beste Vorlage für Ihre Arbeit ist diejenige, die Sie am häufigsten unverändert als Startpunkt nutzen.

Achten Sie außerdem darauf, dass Vorlagen keine konkreten Personennamen oder Daten enthalten. Eine Vorlage ist ein Werkzeug – datenschutzrechtlich sensible Informationen gehören erst in das ausgefüllte Dokument, nicht in die Vorlage selbst.

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